Die drei Bürgerinitiativen (BI‘s) gegen den Bau der Umgehungsstraße Lage haben sich getroffen, um das Vorgehen zur Bürgermeisterwahl im September 2015 zu koordinieren. Ihre gemeinsame Basis ist die Überzeugung, dass sich das Projekt „Umgehungsstraße“ bereits selbst disqualifiziert hat.

Sie würden es begrüßen, wenn die beiden Bürgermeisterkandidaten jetzt ‚Farbe bekennen‘ würden und das Projekt nicht einfach bis nach den Wahlen tot schweigen.

Aus Sicht der BI‘s besteht keinerlei Aussicht auf eine Realisierung der von Bürgermeister Liebrecht favorisierten Straße. Die demografische Entwicklung prognostiziert bis 2030 einen etwa 10%-igen Bevölkerungsrückgang im lippischen Raum. Jährlich fehlen 7,2 Milliarden Euro nur zum Erhalt der vorhandenen und teilweise maroden Straßeninfrastruktur. Schon lange gilt die Devise: „Erhalt vor Neubau“.

In Anbetracht solcher Zahlen sollte man den Bürgerinnen und Bürgern endlich ‚reinen Wein einschenken‘ und nicht auf einer unrealistischen „Ein-Viertel-Ortsumgehung“ für Lage beharren.

Aber auch die SPD hat mit ihrer noch nicht ad acta gelegten Forderung nach Bau der gesamten Umgehungsstraße von Bad Salzuflen um Lage herum bis nach Lemgo die ‚Zeichen der Zeit‘ anscheinend noch nicht erkannt. Bleibt zu hoffen, dass Grüne und SPD sich zusammen mit dem Bürgermeisterkandidaten auf eine klare Linie einigen und die heißt „Keine Umgehungsstraße!“

Schon das von der Stadt Lage mit der Erstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) beauftragte Planungsbüro SHP Ingenieure, Hannover bescheinigte der geplanten Umgehung im Übrigen „keinen eigenen Verkehrswert“.

Bei dieser Gelegenheit stellt sich auch die Frage nach dem siebzigtausend Euro teuren VEP. Laut der Homepage der Stadt Lage soll(te) die endgültige Fassung „voraussichtlich im Frühjahr 2014 vorliegen“! Inzwischen ist haben wir das Jahr 2015 und seit einem Jahr hört man nichts mehr davon. Ist der VEP etwa dezent in der Schublade verschwunden, weil die Ergebnisse von Professor Haller (SHP Ingenieure) den politisch Verantwortlichen und Bürgermeister Liebrecht nicht gefallen?

Stattdessen sollten endlich konkrete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (siehe VEP!) umgesetzt werden.

Die drei Bürgerinitiativen gegen den Bau der Umgehungsstraße B239 / B66 neu möchten nochmals das Wahlergebnis der Kommunalwahl 2014 in Erinnerung rufen. Sämtliche eindeutigen Befürworter der Ortsumgehung hatten dabei deutliche Verluste eingefahren (CDU -4,25% minus 833 Stimmen; FDP -3,03% minus 470 Stimmen; BBL -5,51% mehr als halbiert und damit völlig demontiert: minus 824 Stimmen; FWG Lage -0,83% minus 152 Stimmen); Grüne und SPD dagegen haben deutlich über 1000 Stimmen zugelegt!

Für alle Lagenser Bürger wäre sicher im Hinblick auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl von großem Interesse, wie sich der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen, Herr Roetzel, dazu positioniert.

Jetzt bestünde die Gelegenheit, die Probleme  mit der Ortsumgehung offen auszusprechen und für alternative Lösungen der Verkehrsprobleme in der City zu werben.

Seit dem letzten Sommer wird am Umbau der Friedrich-Petri-Straße gebaut und dieser sicher nach Abschluss der Arbeiten vom Bürgermeister als großer Fortschritt für Lage gefeiert. Aus Sicht der BI‘s hat man hier aber eine Chance vertan; nämlich jeweils Kreisverkehre am Westtor und an der Einmündung zur Schötmarschen Straße einzurichten. Mit etwas mehr Aufwand und Nachdenken wäre das möglich gewesen. Dann hätten auch die Anwohner etwas davon gehabt und nicht nur die Autofahrer!

In Anbetracht der völligen Chancenlosigkeit des Straßenbauprojekts fordern die drei BI’s vom Bürgermeister und dem Rat der Stadt Lage die Rücknahme des Beschlusses vom 21.06.2013, damit nicht noch mehr unserer Steuergelder in die sinnlose Planung durch Straßen.NRW fließt. Hier heißt es, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Verantwortung für einen sinnvollen Umgang mit Steuermitteln zu zeigen. Ein Beharren auf dem Umgehungsstraßenprojekt bedeutet, dass weiterhin viel Geld von Straßen-NRW ausgegeben wird, was an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnte. Bürgermeister Liebrecht und Bürgermeisterkandidat Roetzel - Sie sind am Zug!

Bürgerinitiativen

'Gegen die C- Trasse der B 239n' 'B 239n- Nein Danke' und 'B 66n- ohne uns!'

 

Die drei Lagenser Bürgerinitiativen
Gegen die C-Trasse der B 239n
B 239n / Ortsumgehung Ehrentrup - Nein Danke
und B 66n-ohne uns!
gegen die Neubauplanung der B 239 /B 66 n machen noch einmal auf die geplante Podiumsdiskussion aufmerksam. Diese sicherlich spannend werdende Diskussionsrunde findet am

Freitag, den 09. Mai 2014 ab 20.00 Uhr in der Aula Werreanger in Lage

statt. Die sechs im Rat der Stadt Lage vertretenen Parteien werden mit  ihren Spitzenpolitikern/-innen daran teilnehmen.

Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl wollen wir damit  allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geben, sich über die Positionen der einzelnen Parteien zu informieren und zu diskutieren.

Für die Moderation konnten wir Herrn Pfarrer Dieter Bökemeier von der ev.-reformierten Kirchengemeinde Detmold Ost gewinnen.

Zum Ablauf der Veranstaltung: Zu Beginn der Veranstaltung soll die Problematik der Straße dargelegt werden. Danach sollen dann die Parteien Gelegenheit bekommen, Ihre Positionen kurz und knapp deutlich zu machen. Nach deren Statements wird Herr Bökemeier die Diskussion frei geben und die Wählerinnen und Wähler  aufrufen, ihre Fragen an die Kandidaten/-innen und die Vertreter der Bürgerinitiativen zu stellen.

In den letzten Tagen wurden vor allem die im Bereich der geplanten Trasse wohnenden Lagenser/-innen mit einem Einladungsflyer auf die geplante Veranstaltung aufmerksam gemacht werden.

Viele Grüße

Uwe Detert               Heide Ritter              Horst Gerbaulet

(Vorsitzende der Bürgerinitiativen)

Einladung zur Podiumsdiskussion 9.Mai 2014

BIs "Gegen die C- Trasse der B 239n", "B 239n- Nein Danke"  und "B 66n-ohne uns !"

Auf einer gemeinsamen Sitzung haben die drei Lagenser Bürgerinitiativen (BIs) gegen die geplante Ortsumgehung Lage am 13. März beschlossen, anlässlich der anstehenden Kommunalwahl eine Podiumsdiskussion zu veranstalten. Wir wollen den Wählerinnen und Wählern damit Gelegenheit geben, sich über die Positionen der einzelnen, im Rat der Stadt Lage vertretenen Parteien zur Ortsumgehung Lage zu informieren.

Die Veranstaltung wird am 09. Mai ab 20.00 Uhr in der Aula am Werreanger stattfinden.

Die im Rat der Stadt Lage vertretenen Parteien und Wählergruppierungen sollen dabei mit uns und dem Publikum über den umstrittenen Neubau der B 239 / B 66 diskutieren.

Angesichts einer rückläufigen Bevölkerung, einem zurückgehenden PKW-Verkehrsaufkommen sowie leerer Bundes- und Landeskassen reichen die aktuellen Mittel allenfalls zur Sanierung der maroden Straßen und Brücken aus.

Für uns ist es daher vollkommen unverständlich, warum die Ortsumgehung weiter geplant wird, obwohl kaum jemand glaubt, dass die Straße jemals gebaut wird. Die Zukunftsmobilität aller Verkehrsteilnehmer erfordert vielmehr bezahlbare, umweltschonende und intelligente Lösungen.

Wir wollen erreichen, dass das Thema Ortsumgehung im neuen Rat der Stadt Lage sobald wie möglich wieder auf die Tagesordnung kommt und Alternativen erarbeitet werden (siehe Verkehrsentwicklungsplan).

Wir  können mit über 3700 Unterschriften betroffener Bürger belegen, dass wir keine Einzelkämpfer sind, sondern die Meinung eines großen Teils der Lagenser Bevölkerung vertreten. Die Initiative für die Ortsumgehung Lage kann hier nur einen Bruchteil der Stimmen für die Ortsumgehung vorweisen.

Aufgrund des großen Widerstands in der Bevölkerung scheinen eine Realisierung der Ortsumgehung und „die Akzeptanz vor Ort“, die  das Landesverkehrsministerium voraussetzt, nur schwer vorstellbar. Ganz abgesehen davon, gibt es noch einige andere Gründe (Finanzen, Umwelt, Wohnen, Einzelhandelssterben), die gegen den Bau sprechen.

 

Freundliche Grüße

Horst Gerbaulet                   Heide Ritter              Uwe Detert

(Vorsitzende der Bis)

 

 

 

BÜRGERINITIATIVEN "B 239n- Nein Danke", "Gegen die C- Trasse der B 239n" und "B 66n-ohne uns !"zum Bundesverkehrswegeplan 2015

24.09.2013

Sehr geehrte Damen und Herren, die drei kooperierenden Bürgerinitiativen aus Lage (Lippe) möchten zum neu aufzustellenden Bundesverkehrswegeplan 2015 wie folgt Stellung nehmen:   Für unsere Stadt sind die Bundesstraßenplanungen B 239n und B 66n, von Bad Salzuflen kommend, durch den OT Waddenhausen, dann westlich um Lage herumführend bis zur B 66 alt angedacht.   Weiter würde die B 239n den Ortsteil Ehrentrup passieren, um dann südlich von Lage die B 239 alt mit der Zielrichtung Heiden (als B 66n) zu queren und dann weiter bis zum Anschluss B 238 alt, südlich von Lemgo zu verlaufen.       Diese Straßenplanungen lehnen die drei oben genannten BIs (mit ca. 3500 Bürgern im Hintergrund /Unterschriften liegen dem Bürgermeister vor), vehement ab.       Kontrollmessungen, mit offiziellem Zählgerät, ergaben eine jederzeit belegbare und deutlich geringere Fahrzeugzahl, als die von Straßen NRW angegebenen und der Planung zugrunde gelegten. Das wurde inzwischen seitens der Behörde zugegeben.       Hinsichtlich der derzeit geplanten Trassenführung stimmen die Bürgerinitiativen auch vollständig mit dem von der Stadt Lage beauftragten Büro SHP Ingenieure Schnuell/ Haller, Hannover überein, dass „die Realisierung nur eines Bauabschnittes (von der Detmolder Straße bis zur Bielefelder Straße) keinen eigenen Verkehrswert habe“. Die gewünschte Entlastung der Innenstadt wäre damit jedenfalls nicht zu erreichen.       Dieses Büro befasst sich z.Zt. mit einem neuen Verkehrsentwicklungsplan für die Stadt Lage. Ein bereits öffentlich vorgestelltes Zwischenergebnis zeigt, dass schon mit wenig Aufwand ein relevant verkehrsberuhigender Effekt erreicht werden kann.       Dass in Ostwestfalen- Lippe, mit einem der dichtesten Straßennetze Deutschlands, noch mehr Fläche versiegelt, Ortschaften zerschnitten, wertvolle Natur- und Ackerflächen zerstört und Steuergelder verschwendet werden sollen, ist für uns nicht nachvollziehbar.       Die IHK verspricht sich Vorteile vom Bau der neuen Bundesstraßen, ohne deren vermeintliche positive Wirkungen jedoch mit konkreten Zahlen belegen zu können. Die Wirtschaft in OWL floriert auch so.   Der Einzelhandel Lages befürchtet allerdings durch eine Ortsumfahrung eine "Sogwirkung" in die Oberzentren.       Die vorhandenen Straßen und Brücken in NRW bedürfen dringend einer Sanierung. Das allein verschlingt mindestens 4,5 Milliarden Euro.   Die Zukunftsmobilität aller Verkehrsteilnehmer muss bezahlbare, umweltschonende und intelligente Lösungen bieten.       Unsere wesentlichen Argumente gegen die Ortsumgehung noch einmal zusammen gefasst:

  • Die Straßen kosten viel Geld, das sinnvoller eingesetzt werden könnte.
  • Die derzeitig von der Stadt Lage favorisierte Teillösung brächte keine Entlastung, sondern eher neue Belastungen.
  • Der Verkehr in der Lagenser Innenstadt führt nur in Spitzenzeiten zu Engpässen, fließt ansonsten aber relativ reibungslos.
  • Ein großer Teil des derzeitigen Verkehrs ist innerörtlicher Zielverkehr und somit durch eine Umgehungsstraße nicht zu verhindern.
  • Für die Lösung der vorhandenen Probleme gäbe es kurzfristig wirksamere und kostengünstigere Alternativen, z.B. eine intelligente Verkehrslenkung, Kreisverkehre oder angepasste Ampelschaltungen.
  • Das Einkaufen in Lage soll auch in Zukunft erwünscht und attraktiv sein.

Freundliche Grüße   Unterschriften und Namen der Vorsitzenden der BIs

Trotz der Sommerferien waren im Bürgerhaus am Clara-Ernst-Platz anlässlich der Podiumsdiskussion über die geplante Ortsumgehung Lage fast alle Plätze besetzt. Die fünf Kandidaten der in Berlin vertretenen Parteien des Wahlkreises Lippe waren auf Einladung der „Bürgerinitiative gegen die B 239 n – Ortsumgehung Ehrentrup“ angetreten, um unter der souveränen Moderation von Pfarrer Holger Teßnow mit den Bürgerinnen und Bürgern über das umstrittene Projekt zu diskutieren.

Leider nutzte weder die Lagenser Verwaltungsspitze noch die von CDU  und FDP diese Möglichkeit - trotz mehrfacher Ankündigung in der Presse und Einladungen über den E-Mail-Verteiler der Bürgerinitiative. So hörten sie auch nicht die Statements ihrer aktuellen oder künftigen lippischen Abgeordneten in Berlin zum Straßenbauprojekt.
Trotzdem bekamen die Bundespolitiker mit, was bezüglich der geplanten Ortsumgehung auf Ortsebene ‚abläuft‘. Sie werden in Berlin hoffentlich (trotzdem) die richtigen Entscheidungen treffen.

Hier findet Ihr Videos von einer Auswahl der Beiträge der Politiker:

Dirk Becker (SPD) äußerte sich in seinem Eingangsstatement dahin gehend, daß es sich  bei der Ortsumgehung Lage um ein lokales Problem handele. Dies sieht die BI anders: Vielleicht ist die Ortsumgehung heute ein lokales Problem, angetreten ist sie aber mit der Vision, den gesamten lippischen Raum verkehrlich zu optimieren.

Becker plädierte dafür, bei null anzufangen, sich zusammen zu setzen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Die Erfahrung der BI mit dem dazu etablierten Runden Tisch zeigt aber leider, daß man die Vorschläge der BI nicht wirklich hören, geschweige denn ernst nehmen will.

Genauso wie die lokalen SPD-Politiker spricht Herr Becker aber  immer noch  von der großen Lösung. Welcher eigentlich? Die BI machte klar, dass von der großen Lösung real nur die Ortsumgehung Lage als letzte Stückchen übrig geblieben ist. Daher wird die SPD spätestens zu den Kommunalwahlen 2014 Farbe bekennen müssen, will sie nicht eine weitere Legislaturperiode in der Opposition bleiben.

Herr Schiek (FDP) plädierte für die Umgehungsstraße „Umgehungsstraßen sind grundsätzlich sehr sinnvoll!“  und meinte daß Infrastrukturpolitik immer auch Wirtschaftspolitik sei. Mit veränderten Rahmenbedingungen wie dem demografischen Wandel, neuen Verkehrsmitteln oder einer sich ändernden Einstellung zum Individualverkehr  wie sie Frau Koczy sehr eindringlich schilderte, schien er sich nicht ernsthaft auseinander setzen zu wollen.

Im Weiteren sagte Herr Schiek, daß er mit Straßen.NRW gesprochen habe und diese Zahlen aus dem letzten Jahr hätten und damit aktuellere Zahlen, als die von uns verwendeten. Die BI würde natürlich sehr interessieren, ob von Straßen.NRW dabei immer noch die Ortsumgehung Helpup-Kachtenhausen als vorhanden gezählt wurde. Mit dieser nicht mehr im vordringlichen Bedarf geführten Ortsumgehung steigen die Prognosezahlen künstlich an und damit die zu erwartenden Verkehrsmengen auf der Ortsumgehung Lage. Interessant wäre natürlich, zu wissen, ob diese Zahlen auch an die Stadt Lage gemeldet wurden.

Bis zum Beweis des Gegenteils gehen wir daher wie das  mit der Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans betraute Gutachterbüro um Professor Haller davon aus, daß der für die Realisierung der Straße benötigte Verkehrswert nicht erreicht wird.

Für viele Anwesende war es überraschend, wie klar Herr Caesar (CDU) auf die Feststellung der BI einging, daß die Prognosezahlen am Nutzen der geplanten Straße erhebliche Zweifel aufkommen lassen. Er sagte der BI zu: „Die Zahlen müssen passen“ und bot an, sich um die Prüfung dieser Zahlen zu kümmern.Die Kosten-Nutzen-Analyse ist ein entscheidendes Kriterium für die Einstufung der Straße in der Prioritätenliste. Denn würde sich die Straße danach ‚nicht rechnen‘, würde sie entsprechend ans Ende der Liste wandern oder  ganz gestrichen werden.

Erfreulich deutlich wurde Frau Koczy (Die Grünen),  die das Projekt in ihrem Statement als veraltet brandmarkte:  „Es gehört auf den Schrott!“ und forderte, da nicht notwendig, die Streichung aus der Liste. Sie äußerte die Hoffnung, dass durch entsprechend transparente Kriterien klar würde, dass die Straße keinen Verkehrs-wert hätte. Wir wünschen uns natürlich: Sagen Sie das bitte auch Ihren nordrhein-westfälischen Landtagskollegen, bevor diese ihre Prioritätenliste nach Berlin schicken!!

Herr Wobig (Die Linken) will die Entscheidung dem Bürger überlassen und sah in der Planung keine Perspektive für die Zukunft.

In der Diskussion wurde angemerkt, daß der technische Beigeordnete der Stadt Lage, Herr Paulussen, im Namen der Stadt an die Bezirksregierung bzw. nach Berlin Straßenbauprojekte gemeldet hat, zu denen gar kein Votum des Rates vorlag..

So muss man Sorge haben, dass mit dieser Wunschliste auch nicht das aktuell vorliegende Zahlenmaterial gemeldet wurde, sondern die wesentlich höheren Zahlen, resultierend aus den alten Hochrechnungen. So wurde wohl auch die nicht mehr weiter verfolgte Ortsumgehung Helpup-Kachtenhausen in die Wunschliste der Stadt aufgenommen.

Wir verweisen an dieser Stelle gerne noch einmal darauf hin, dass allein die BI aus Ehrentrup  2000 Unterschriften gesammelt hat. Darunter war rund ein Drittel der wahlberechtigten Bürger aus (Ganz-)Ehrentrup, die sich somit gegen diese Straße ausgesprochen haben.

Wie auch immer: Wir und auch die beiden anderen Lagenser BIs werden ‚am Ball bleiben‘ und den Politikern und Verantwortlichen in der Stadt Lage weiter, besonders auch zu den Kommunalwahlen im nächsten Jahr kritische Fragen stellen.

Wir sind jedenfalls davon überzeugt: „Je früher man in Lage erkennt, dass es eine zeitnahe Lösung ohne die Umgehungsstraße geben muss, desto besser für die Stadt, auch  wenn einige Uneinsichtige immer wieder predigen, daß die Straße kommen muß, weil es Lage nur dann gut ginge.

Zu unserer Info-Mappe, die wir Ende 2012 an alle Vertreter aus Politik und Verwaltung verschickt hatten, kamen (unerwartet) viele Reaktionen.

Für uns ein Zeichen, dass die Mappe zur Kenntnis genommen wurde und damit ihr Ziel erreicht hat.

In der 16-seitigen Mappe wurden noch einmal alle Argumente gegen den Neubau der B 239n „Ortsumgehung Lage“ dargelegt.> Download (wird nachgeliefert!)

Einige der Antwortschreiber haben sich auch inhaltlich mit unseren Argumenten auseinandergesetzt.

Sehr schnell hat Herr Dr. Hofreiter, Vorsitzender des Bundestags-Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung antworten lassen. Er spricht auf die von uns angesprochene Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans an und meint, dass es richtig sei, unsere Beteiligung schon zum jetzigen Zeitpunkt vorzubereiten. Er meint, dass es sinnvoll sei, Kontakt mit dem Landesverkehrsministerium aufzunehmen und die Ortsumgehung (OU) Lage mit den zuständigen Bearbeitern zu erörtern.

Weiter wird von seinem Büro auf die noch unbekannten Kriterien verwiesen, nach denen speziell auch der volkswirtschaftliche Nutzen der geplanten Straßen beurteilt werden soll. Spätestens dann sollten wir Kontakt auch zur Bundesebene (Verwaltung und Parlament) aufnehmen.

Im Vorfeld der Bundestagswahl böte es sich außerdem an, die Abgeordneten aus unserem Wahlkreis vor Ort einzuladen und um Stellungnahme zu bitten.

Auch vom Landesverkehrsministerium in Düsseldorf haben wir eine Reaktion erhalten, wobei es zunächst auf die mit dem Straßenbau verbundenen  Zielsetzungen  hinweist. Die B 239 mit der OU Lage sei Bestandteil eines für OWL wichtigen Straßenzuges, der aus dem Kreis Höxter bis nach Niedersachsen hinein reiche. Ziel der Planung sei dabei auch eine nachhaltige Entlastung der hochbelasteten Innenstädte.

Weiter verweist das Ministerbüro  darauf, dass Veränderungen an der Verkehrsinfrastruktur zwangsläufig zu Neubelastungen führten, „die es entsprechend zu minimieren oder zu vermeiden gelte.“ Jedoch dürfe hierbei nicht die Entlastung der heute bereits von Immissionen Betroffenen  ausgeblendet werden.

Im Rahmen der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans würde die B 239n in ihrem Gesamtzug sicherlich „neu bewertet“. Anmerkung: Unklar ist, was das bedeuten soll.

Es bliebe jedenfalls abzuwarten, mit welchem Ergebnis die B 239n aus der abschließenden Bewertung durch den Bundesgesetzgeber hervorgehe.

Erwartungsgemäß formal antwortet die Bezirksregierung Detmold  als potenzielle Planfeststellungsbehörde. Es wird auf den üblichen Verfahrensgang hingewiesen und darauf, dass mit der Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens erst im Jahr 2015 zu rechnen sei.

In diesem Verfahren würden auch die Belange der Bürgerinnen und Bürger sorgsam geprüft und abgewogen.

Weiter verweist die Bezirksregierung auf die noch zu beschließende Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans und gibt den interessanten Hinweis, dass insoweit abzuwarten sei, ob die B 239 n OU Lage tatsächlich Einzug in das Fernstraßenausbaugesetz finde.

Auf kommunaler Ebene hat sich Bürgermeister Liebrecht lediglich für die Übersendung der Informationsbroschüre bedankt und keinen weiteren Kommentar abgegeben.

Auch die beauftragte Straßenplanungsbehörde Straßen.NRW  in Bielefeld hat geantwortet. Sie erläutert, dass ihr Planungsauftrag den Neubau der B 239 von der A 2 in Bad Salzuflen bis zur vorhandenen B 239 südlich der Stadt Lage umfasse. Diese Planung sei in vier Abschnitte unterteilt, die derzeit alle im vordringlichen Bedarf seien.

Es folgen Informationen zum weiteren Fortgang der Planungen.

Weiter hat geantwortet Herr Dennis Maelzer, SPD-Mitglied des Landtags NRW. Er schreibt, dass sowohl der Brief, als auch die Info-Mappe ihm einen guten Eindruck über unsere Initiative verschafft hätte.

Als letzte hat Gudrun Kopp, Mitglied des Deutschen Bundestages geantwortet. Aus ihrer Sicht als Lagenser Bürgerin und Bundespolitikerin verweist sie darauf, dass eine Ortsumgehung der Zuckerstadt zwingend erforderlich sei. Rat und Verwaltung hätten sich klar für eine Ortsumgehung entschieden. Bei jeder Variante gäbe es Betroffene und eine Vielzahl von Einsprüchen, die es Ernst zu nehmen und fachlich wie rechtlich zu prüfen, gelte. Die von uns dargestellte Ablehnung des Neubaus könne sie deshalb nicht unterstützen und auch nicht nachvollziehen.