GEMEINSAMER BRIEF an Bundes- und Landesverkehrsministerium, Bundestagsabgeordnete usw.

 

BÜRGERINITIATIVEN "B 239n- Nein Danke", "Gegen die C- Trasse der B 239n" und "B 66n-ohne uns !"zum Bundesverkehrswegeplan 2015

24.09.2013

Sehr geehrte Damen und Herren, die drei kooperierenden Bürgerinitiativen aus Lage (Lippe) möchten zum neu aufzustellenden Bundesverkehrswegeplan 2015 wie folgt Stellung nehmen:   Für unsere Stadt sind die Bundesstraßenplanungen B 239n und B 66n, von Bad Salzuflen kommend, durch den OT Waddenhausen, dann westlich um Lage herumführend bis zur B 66 alt angedacht.   Weiter würde die B 239n den Ortsteil Ehrentrup passieren, um dann südlich von Lage die B 239 alt mit der Zielrichtung Heiden (als B 66n) zu queren und dann weiter bis zum Anschluss B 238 alt, südlich von Lemgo zu verlaufen.       Diese Straßenplanungen lehnen die drei oben genannten BIs (mit ca. 3500 Bürgern im Hintergrund /Unterschriften liegen dem Bürgermeister vor), vehement ab.       Kontrollmessungen, mit offiziellem Zählgerät, ergaben eine jederzeit belegbare und deutlich geringere Fahrzeugzahl, als die von Straßen NRW angegebenen und der Planung zugrunde gelegten. Das wurde inzwischen seitens der Behörde zugegeben.       Hinsichtlich der derzeit geplanten Trassenführung stimmen die Bürgerinitiativen auch vollständig mit dem von der Stadt Lage beauftragten Büro SHP Ingenieure Schnuell/ Haller, Hannover überein, dass „die Realisierung nur eines Bauabschnittes (von der Detmolder Straße bis zur Bielefelder Straße) keinen eigenen Verkehrswert habe“. Die gewünschte Entlastung der Innenstadt wäre damit jedenfalls nicht zu erreichen.       Dieses Büro befasst sich z.Zt. mit einem neuen Verkehrsentwicklungsplan für die Stadt Lage. Ein bereits öffentlich vorgestelltes Zwischenergebnis zeigt, dass schon mit wenig Aufwand ein relevant verkehrsberuhigender Effekt erreicht werden kann.       Dass in Ostwestfalen- Lippe, mit einem der dichtesten Straßennetze Deutschlands, noch mehr Fläche versiegelt, Ortschaften zerschnitten, wertvolle Natur- und Ackerflächen zerstört und Steuergelder verschwendet werden sollen, ist für uns nicht nachvollziehbar.       Die IHK verspricht sich Vorteile vom Bau der neuen Bundesstraßen, ohne deren vermeintliche positive Wirkungen jedoch mit konkreten Zahlen belegen zu können. Die Wirtschaft in OWL floriert auch so.   Der Einzelhandel Lages befürchtet allerdings durch eine Ortsumfahrung eine "Sogwirkung" in die Oberzentren.       Die vorhandenen Straßen und Brücken in NRW bedürfen dringend einer Sanierung. Das allein verschlingt mindestens 4,5 Milliarden Euro.   Die Zukunftsmobilität aller Verkehrsteilnehmer muss bezahlbare, umweltschonende und intelligente Lösungen bieten.       Unsere wesentlichen Argumente gegen die Ortsumgehung noch einmal zusammen gefasst:

  • Die Straßen kosten viel Geld, das sinnvoller eingesetzt werden könnte.
  • Die derzeitig von der Stadt Lage favorisierte Teillösung brächte keine Entlastung, sondern eher neue Belastungen.
  • Der Verkehr in der Lagenser Innenstadt führt nur in Spitzenzeiten zu Engpässen, fließt ansonsten aber relativ reibungslos.
  • Ein großer Teil des derzeitigen Verkehrs ist innerörtlicher Zielverkehr und somit durch eine Umgehungsstraße nicht zu verhindern.
  • Für die Lösung der vorhandenen Probleme gäbe es kurzfristig wirksamere und kostengünstigere Alternativen, z.B. eine intelligente Verkehrslenkung, Kreisverkehre oder angepasste Ampelschaltungen.
  • Das Einkaufen in Lage soll auch in Zukunft erwünscht und attraktiv sein.

Freundliche Grüße   Unterschriften und Namen der Vorsitzenden der BIs

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