Bürgerinitiativen formieren sich!

Die drei Bürgerinitiativen (BI‘s) gegen den Bau der Umgehungsstraße Lage haben sich getroffen, um das Vorgehen zur Bürgermeisterwahl im September 2015 zu koordinieren. Ihre gemeinsame Basis ist die Überzeugung, dass sich das Projekt „Umgehungsstraße“ bereits selbst disqualifiziert hat.

Sie würden es begrüßen, wenn die beiden Bürgermeisterkandidaten jetzt ‚Farbe bekennen‘ würden und das Projekt nicht einfach bis nach den Wahlen tot schweigen.

Aus Sicht der BI‘s besteht keinerlei Aussicht auf eine Realisierung der von Bürgermeister Liebrecht favorisierten Straße. Die demografische Entwicklung prognostiziert bis 2030 einen etwa 10%-igen Bevölkerungsrückgang im lippischen Raum. Jährlich fehlen 7,2 Milliarden Euro nur zum Erhalt der vorhandenen und teilweise maroden Straßeninfrastruktur. Schon lange gilt die Devise: „Erhalt vor Neubau“.

In Anbetracht solcher Zahlen sollte man den Bürgerinnen und Bürgern endlich ‚reinen Wein einschenken‘ und nicht auf einer unrealistischen „Ein-Viertel-Ortsumgehung“ für Lage beharren.

Aber auch die SPD hat mit ihrer noch nicht ad acta gelegten Forderung nach Bau der gesamten Umgehungsstraße von Bad Salzuflen um Lage herum bis nach Lemgo die ‚Zeichen der Zeit‘ anscheinend noch nicht erkannt. Bleibt zu hoffen, dass Grüne und SPD sich zusammen mit dem Bürgermeisterkandidaten auf eine klare Linie einigen und die heißt „Keine Umgehungsstraße!“

Schon das von der Stadt Lage mit der Erstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) beauftragte Planungsbüro SHP Ingenieure, Hannover bescheinigte der geplanten Umgehung im Übrigen „keinen eigenen Verkehrswert“.

Bei dieser Gelegenheit stellt sich auch die Frage nach dem siebzigtausend Euro teuren VEP. Laut der Homepage der Stadt Lage soll(te) die endgültige Fassung „voraussichtlich im Frühjahr 2014 vorliegen“! Inzwischen ist haben wir das Jahr 2015 und seit einem Jahr hört man nichts mehr davon. Ist der VEP etwa dezent in der Schublade verschwunden, weil die Ergebnisse von Professor Haller (SHP Ingenieure) den politisch Verantwortlichen und Bürgermeister Liebrecht nicht gefallen?

Stattdessen sollten endlich konkrete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (siehe VEP!) umgesetzt werden.

Die drei Bürgerinitiativen gegen den Bau der Umgehungsstraße B239 / B66 neu möchten nochmals das Wahlergebnis der Kommunalwahl 2014 in Erinnerung rufen. Sämtliche eindeutigen Befürworter der Ortsumgehung hatten dabei deutliche Verluste eingefahren (CDU -4,25% minus 833 Stimmen; FDP -3,03% minus 470 Stimmen; BBL -5,51% mehr als halbiert und damit völlig demontiert: minus 824 Stimmen; FWG Lage -0,83% minus 152 Stimmen); Grüne und SPD dagegen haben deutlich über 1000 Stimmen zugelegt!

Für alle Lagenser Bürger wäre sicher im Hinblick auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl von großem Interesse, wie sich der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen, Herr Roetzel, dazu positioniert.

Jetzt bestünde die Gelegenheit, die Probleme  mit der Ortsumgehung offen auszusprechen und für alternative Lösungen der Verkehrsprobleme in der City zu werben.

Seit dem letzten Sommer wird am Umbau der Friedrich-Petri-Straße gebaut und dieser sicher nach Abschluss der Arbeiten vom Bürgermeister als großer Fortschritt für Lage gefeiert. Aus Sicht der BI‘s hat man hier aber eine Chance vertan; nämlich jeweils Kreisverkehre am Westtor und an der Einmündung zur Schötmarschen Straße einzurichten. Mit etwas mehr Aufwand und Nachdenken wäre das möglich gewesen. Dann hätten auch die Anwohner etwas davon gehabt und nicht nur die Autofahrer!

In Anbetracht der völligen Chancenlosigkeit des Straßenbauprojekts fordern die drei BI’s vom Bürgermeister und dem Rat der Stadt Lage die Rücknahme des Beschlusses vom 21.06.2013, damit nicht noch mehr unserer Steuergelder in die sinnlose Planung durch Straßen.NRW fließt. Hier heißt es, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Verantwortung für einen sinnvollen Umgang mit Steuermitteln zu zeigen. Ein Beharren auf dem Umgehungsstraßenprojekt bedeutet, dass weiterhin viel Geld von Straßen-NRW ausgegeben wird, was an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnte. Bürgermeister Liebrecht und Bürgermeisterkandidat Roetzel - Sie sind am Zug!

Bürgerinitiativen

'Gegen die C- Trasse der B 239n' 'B 239n- Nein Danke' und 'B 66n- ohne uns!'

 

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